Werden persönliche Devices überflüssig?

Dropbox, Mozy, XDrive, Spotify, Grooveshark, iTunes oder Googlemail. Cloud Services liegen im Trend und sind meiner Meinung der nächste große Hype im Internet. Und das mit Aussicht auf schwarze Zahlen. Ein Jahr 50 GB Daten-Backup mit Dropbox gibt es ab 9,99 USD pro Monat. Die Vorteile für den Nutzer: ein hohes Volumen an Speicherkapazität, oft sichere Verwahrung der Daten in Servern der Anbieter, schnelle und einfach Synchronisation und vor allem Zugriff von sämtlichen Geräten. Egal ob vom Desktop PC, Notebook, Netbook, Tablet, Smartphone oder demnächst sicher auch vom Bordcomputer des eigenen Wagens. Der Nutzer kann von überall auf seine Daten zugreifen. Ein Abspeichern auf der Festplatte seines PC ist nicht mehr nötig. Die automatische Synchronisation übernimmt die Software nach einmaliger Konfiguration von alleine.

Data-Backup-Services und Musikbibliotheken liegen im Trend

Besonders im Bereich Datenspeicherung und Musikdatenbanken laufen sich die Provider gerade mit Neuentwicklungen den Rang ab. Mit Grooveshark.com, welches noch immer mit der Illegalität kämpft, oder mit Spotify können User bequem von überall auf der Welt und von (fast) jedem Gerät aus – vorausgesetzt es ist ein Internetanschluss vorhanden – auf ihre Playlists zugreifen, mit anderen Usern Daten oder Musik austauschen und ihre eigenen Songs hochladen. Wie das Ganze aussehen soll präsentierte Google diese Woche:

Stellen wir uns vor, dass nicht nur unsere Word-Dokumente, Musik-Files, Fotos oder andere Daten, die wir normalerweise auf unserer Festplatte des Computers speichern, bei einem der Cloud-Backup-Services oder Cloud-Online-Bibliotheken hinterlegt sind sondern noch viel mehr. Zum Beispiel alle unsere Telefonbuchkontakte des Smartphones. Oder alle unsere gekauften Apps, Computerprogramme, Filme, persönlichen Daten und so weiter. Stellen wir uns vor, es gäbe einen Provider, der uns ein universelles Backup aller Daten unseres Lebens bietet. Eine Art universelle Cloud-App. Diese Cloud-App von Provider XY (Google?) wird auf allen Onlinegeräten der Welt installiert sein. Wozu brauchen wir dann noch “unsere persönliche” Hardware oder Device? Wozu also noch “mein” Notebook, wenn ich im Cafe sitze und im Internet surfen möchte? Wozu noch “mein” Smartphone? Meine Kontakte erreichen mich doch via meiner Nummer über die Cloud-App. Ich könnte also ganz einfach irgendein Smartphone nehmen, melde mich direkt über die Cloud-App an und schon sind alle Daten vorhanden. Beispielsweise kann ich bei einem Flug nach Asien am Flughafen in Frankfurt mein Smartphone abgeben und leihe mir bei der Landung ein Gerät. Mit diesem kann ich dann wieder auf alle Daten zugreifen. Und ich bin auch dort unter meiner normalen Nummer erreichbar. Rein theoretisch natürlich denkbar. Praktisch aber wohl Lichtjahre entfernt. So wäre eine Voraussetzung zum Beispiel eine 100%ig konstante Onlineverbindung der Device: in Tunneln, im Auto, im Zug, in Gebäuden. Internet müsste absolut überall zugänglich sein. Und wer will außerdem alle seine Daten einem Provider anvertrauen? Nicht alles, was technisch möglich wäre, muss auch in Zukunft eintreten. Smartphone und Computer-/Tablet-Hersteller werden sicher noch für viele Jahre viele Millionen an Geräten verkaufen.

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