Der Fall Ryanair auf Facebook – “wir steh`n das einfach aus!”

Während die Lufthansa auf Twitter und Facebook fleißig Promotions macht oder hilfesuchenden Kunden hilft, ist es in Social Media still um Ryanair. Jedenfalls still von Ryanair als Sender. Das Unternehmen fährt seit Jahr eine “Kein-Social-Media”-Strategie. Zumindestens nicht auf Drittseiten wie Facebook oder Twitter (Quelle). Dass die Kunden und Nichtkunden der immerhin größten europäischen Fluglinie trotzdem jede Menge Gesprächsbedarf haben, zeigt die Zahl der inoffiziellen Seiten auf Facebook oder der Accounts bei Twitter. Die Zahl der “Fans” ist beeindruckend hoch – ganz ohne Facebook Ads und Viral Videos:

@ryanairnews auf Twitter: 8.897 Follower 

Auch Seiten auf Facebook mit bis zu 116.000 “Fans” und unzählige “Hate”-Seiten gegen die Fluglinie scheinen alle inoffiziellen Ursprungs zu sein. Ryanair täte gut daran die Aktivitäten der User, besonders auf Facebook genauestens zu beobachten.

Meiner Meinung ist eine inoffizielle Facebook-Seite zu einer Marke auf Facebook erstmal kein Problem. Ihre negativen und positiven Erfahrungen teilen sich ja User nicht nur auf Facebook sondern auch auf Foren und Blogs mit. Allerdings hat eine inoffizielle Ryanair Facebook-Seite durch die hohe Fananzahl eine gute Sichtbarkeit und ist leicht über die Suche auffindbar. User, die ihrem Ärger Luft machen wollen, finden diese Seiten und posten dort mit dem Gedanken, dass diese Seite wirklich der Firma Ryanair gehört.

Schlimmer kommt es, wenn auf diesen inoffiziellen Seiten, die viele als die “echten” betrachten, Pinnwand-Postings wie diese hier abgesetzt werden:

Das Posting gab es dann nochmal auf Italienisch mit weiteren 124 Likes und 80 Kommentaren. Wenn man sich die Kommentare mal durchliest ist klar: die User denken, dass hier wäre eine “echte” Ryanair-Seite mit über 17.000 Fans.

Facebook verbietet diese Praxis natürlich solange nicht bis es nicht auch Ryanair auf Facebook schafft. Trotzdem wäre es für Ryanair und auch alle anderen ähnlichen Fälle wichtig, zu beobachten und gegebenenfalls bei kritischen Postings einzuschreiten. Postings mit einer Reichweite von 20.000 “Fans” können schnell zum öffentlichen Boykott-Aufruf werden und das Markenimage schädigen. Einfach ausstehen sollte sowas kein Unternehmen.

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2 Responses to Der Fall Ryanair auf Facebook – “wir steh`n das einfach aus!”

  1. constantin says:

    Ich verstehe nicht, warum Ryanair nicht einschreitet. Auszug aus den Facebook-Regeln:
    “If you are the official representative of an organization, business, celebrity, or band, you can create a Page here.
    Only the official representative of an organization, business, celebrity, or band may create a Facebook Page.”

  2. StephanN says:

    Naja, es gibt zwar Regeln bei Facebook, aber die Einhaltung wird kaum kontrolliert.

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